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Kinder-Osteopathie

Es sei darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Osteopathie) selbst. Nicht für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h. evidenzbasierten Studien,welche die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.                                                                     Zunächst wird mit den Eltern ein Anamnesegespräch geführt.
Dabei wird über den Verlauf der Schwangerschaft und die Geburt des Babys gesprochen.
Die Entwicklung des Babys in den darauf folgenden Wochen und Monaten einschließlich aufgetretener Störungen wie z. B. Schlaf - oder Verdauungsprobleme, eine  Seitenbevorzugung beim Drehen des Kopfes etc. werden diskutiert. 
Sollte sich das Kind in einem Alter befinden, in dem es aktiv an Gesprächen teilnehmen kann, werden auch seine Aussagen berücksichtigt.
Die Untersuchung des Kindes folgt der Anamnese und beinhaltet sowohl eine allgemeine Einschätzung des Entwicklungszustandes als auch die spezielle osteopathische Untersuchung.

Hierbei geht es in der Hauptsache um das Aufspüren von Spannungsmustern und Mobilitätsverlusten innerhalb des Gewebes.
Diese Spannungsmuster drücken sich in Form von Dysbalancen (Ungleichgewicht) in den Geweben, welche durch die Geburt oder auch durch Fehllagen im Mutterleib entstanden sind, aus.
Diese Spannungsmuster können überall am Körper zu finden sein:
Vom Schädel über die Halsgewebe, den Schultern über den Brustkorb und dem Becken über beide Hüften, den Beinen bis zu den Fußsohlen, ebenso den Organen, können sich diese Fehlmuster zeigen.
Mit Hilfe unseres Tastbefundes werden wir dann herausfinden, wo die Behandlung ansetzen soll.
Die Mitarbeit der Eltern ist uns sehr wichtig. Das kann so aussehen, dass diese während meiner Behandlung, welche auf der Behandlungsliege, auf dem Arm der Mutter bzw. des Vaters oder auch bei mir stattfinden kann, mit dem Kind sprechen, mit ihm spielen oder ihm eine Geschichte vorlesen.
Vor allem wichtig ist jedoch immer, dass die Eltern dem Kind signalisieren, dass sie selbst die Behandlung als notwendig empfinden.
Auch bei der Therapie von Kindern gelten selbstverständlich die Prinzipien der Osteopathie wie beim Erwachsenen.
Allerdings müssen wir uns dennoch im Klaren sein, dass bei Kindern bis zu einem bestimmten Alter andere anatomische Voraussetzungen gegeben sind, welche unbedingt berücksichtigt werden müssen.

Kinder reagieren in der Regel sehr gut auf eine osteopathische Behandlung, was unter anderem damit zusammen hängt, dass sie sich im Wachstum befinden und der gesamte Organismus darauf ausgerichtet ist, sich schnell und so gut als möglich weiterzuentwickeln.
Die inneren und äußeren Einflüsse auf das Gedeihen des Kindes sind von Anbeginn der Geburt bis gegen Ende der Pubertät am größten.
Daher ist es ungemein wichtig, wenn auch das Kind noch keine Symptomatik zeigt, die äußeren und inneren Spannungsverhältnisse zu beobachten und gegebenenfalls osteopathisch zu intervenieren , damit sich im späteren Verlauf des Erwachsen werdens keine Erkrankungen entwickeln können.

Osteopathische Vorsorgeuntersuchungen (OU):
OU1 = 0-3 Wochen
OU2 = 3 Monate
OU3 = 18-24 Monate / oder wenn das Kind zu laufen beginnt
OU4 = 3-4 Jahre
OU5 = 6 Jahre
OU6 = 10 Jahre

Im Allgemeinen  wird in der Osteopathie empfohlen, wenn keinerlei Symptome am Kind festzustellen sind, 2 x pro Jahr eine osteopathische Vorsorgeuntersuchung durchzuführen oder sich an oben stehende Tabelle zu halten.

Konsultierungsbeispiele

Schädelkompression
Eine auf eine erschwerte Entbindung zurückliegende Kompression der Schädelbasis, welche möglichst bald nach der Entbindung  behandelt wird, kann sich nach 1- 3 Behandlungen auflösen. Wartet man jedoch zu lange, bis diese Kompression eine Abflachung oder auch Einziehung im Schädeldach zeigt, wird oft ein Mehrfaches an Behandlungen benötigt.
Der Grund hiefür liegt darin, dass sich inzwischen etliche Strukturen im Schädel (Schädelnähte, Hirnhaut, Knochen) verfestigt haben.

Fehlbiss
Der Fehlbiss wird innerhalb der Osteopathie auch in der Gesamtheit des ganzen Organismus gesehen. Das bedeutet, dass wir uns nicht nur mit der Zahn- und Kieferstellung beschäftigen, sondern auch die Einflüsse genauer betrachten, die den Rumpf, die Extremitäten und den Schädel aus seiner Homöostase (Aufrechterhaltung eines Gleichgewichtszustandes)  bringen. Nun sind sowohl knöcherne als auch Gelenkspannungen, aber auch  Spannungen aus dem Weichteilbereich (so z.B. muskuläre Ansätze des Kiefers oder auch des Schädels) in der Lage, Verformung  ausüben zu können.

Atemprobleme
Ungefähr 10 % unserer Patientenkinder  leiden an Atemwegserkrankungen. Neben der allergischen Ursache, wobei wir unsere Aufmerksamkeit auf das Lymphsystem des Atemtraktes richten, spielt in der Osteopathie auch immer eine Rolle, wo ein Gewebe seinen Entwicklungsursprung hat. So finden wir bei der Betrachtung der Embryogenese (die ersten 3 Monate der embryonalen Entwicklung), dass aus dem dritten Keimblatt neben der Bronchialschleimhaut auch die Darmschleimhaut ebenso wie die Schleimhäute der Nebenhöhlen entstehen. Dies hat zur Folge, dass in der osteopathischen Herangehensweise bei einer asthmatischen Erkrankung die Lunge, der Darm und der Schädel besonders auf Spannung und Bewegungsverlust überprüft werden. Eine Funktionsstörung der Darmschleimhaut kann über Nervenreize oder aber auch durch hormonelle Rückkopplungen eine Veränderung der Bronchialschleimhaut bewirken.  Fragen zu den Themen werde ich gerne telefonisch oder per Mail beantworten.




Michael Alten B.Sc.D.O.P.- Osteopath - Heilpraktiker Physiotherapeut
Schindelberg 12a - 76684 Östringen
Tel. 06222/660108 - Email michael.alten@osteopathie.de






Michael Alten B.Sc.D.O.P.- Osteopath - Heilpraktiker Physiotherapeut
Schindelberg 12a
76684 Bad Östringen
Tel. 06222/660108
Email michael.alten@osteopathie.de